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Prakti Blog: weitere Eindrücke von Katha während ihres Praktikums 2015

Einen Monat bin ich nun schon im sonnigen Kapstadt. Der Sommer ist endlich da und ich habe schon viel erlebt und gesehen. Die Arbeit mit den Kindern geht voran. Charlie ist fleißig dabei beim Upcycling Workshop neue Fertigkeiten, wie Sägen oder Schleifen zu lernen. Umso schwieriger ist es leider, Charlie wieder den Schulbesuch zu ermöglichen, da er in der achten Klasse die Schule abgebrochen hat und er nun gerne wieder zur Schule gehen möchte.

Die Mädels Avivian und Michelle sind mitten im Abitur und schreiben fleißig Bewerbungen für die Universitäten und Colleges. Jedoch ist hier viel Unterstützung gefragt, ob beim Ausfüllen der Bewerbungen oder beim Aufbringen der Schulgebühren oder der Gebühren für die Bewerbungen. Es ist sehr schwer aus dem Leben im Township in ein anderes Leben mit abgeschlossener Schullaufbahn, Berufsausbildung, Studium auszubrechen um sich so auch eine eigene Wohnung leisten zu können, etc. Die Familien leben seit Generationen zusammen in ihren Hütten im Township, meist viele Verwandte zusammen nah bei einander, die Kinder sind ob Cousin, Cousine, Tante miteinander verwandt und unterstützen sich.

Das Geld fehlt an allen Ecken, sodass die Bildung meist an letzter Stelle steht. Da hat beispielsweise die Reparatur der Hütte oder das einzige Auto der Nachbarschaft zu betanken, Priorität und es bleibt kein Geld mehr um Schulmaterial oder die Schulgebühren zu bezahlen. So ist leider für die Menschen die Bildung nicht von großer Bedeutung. Für die Kinder ist es dann umso schwerer die Schullaufbahn zu erfolgreich zu beenden, wenn sie zu Hause kaum Unterstützung erhalten. Daher ist es sehr schön zu sehen, dass sich für die Mädels, Avivian und Michelle neue Wege ergeben und sie schon bald als Studentinnen ihr Leben gestalten um ihre eigenen Träume und Ziele verwirklichen zu können.

Kids of Good Hope unterstützt die Kinder und Jugendlichen, dass sie zur Schule gehen und diese auch erfolgreich beenden, damit sie einmal auf eigenen Beinen stehen können und ich freue mich diese Wege für eine kurze Zeit begleiten zu können.

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Katha’s erste Eindrücke als Praktikantin bei „Kids of Good Hope“

Unsere Praktikantin Katharina ist Sozialarbeiterin aus Berlin und unterstützt uns bis Weihnachten. In einem kleinen Blog beschreibt sie ihre ersten Eindrücke:

Eine Woche bin ich nun schon in Kapstadt. Die Landschaft hier ist wunderschön: atemberaubende Berge überall und daneben das Meer. Jedoch zeigt das Land viele Gegensätze zwischen arm und reich. Schon die Fahrt vom Flughafen zu meinem neuen Zuhause ging 20 Kilometer lang an einem riesigen Township vorbei. Entlang der Autobahn nur Wellblechhütten.

Man fährt an der Armut des Landes vorbei und fragt sich, wie so viele Menschen da tagtäglich vorbei fahren können, wenn dort so viele Familien teilweise ohne fließendes Wasser und Strom leben, beispielsweise müssen sie zur nächsten Wasserpumpe in ihrer Straße laufen und Wasser holen, um sich waschen zu können. Auch Toiletten gibt es nur für mehrere Familien neben ihren „Häusern“. Kaum vorstellbar, dass hier so viele Menschen in einem so schönen Land unter so ärmlichen Zuständen leben müssen.

„Kids of Good Hope“ unterstützt Kinder und Jugendliche aus dem Township um ihnen beispielsweise einen erfolgreichen Schulabschluss zu ermöglichen. Ich freue mich das Projekt unterstützen zu können und bin auf weitere Eindrücke und Erlebnisse in meiner Zeit in Kapstadt gespannt.

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Khayelitsha

Kick Off Upcycling Workshop

Charlie ist mittlerweile 17, und seit langem aus der Schule raus. Ein Wiedereinstieg war bislang nicht möglich aus den gleichen Gründen wie bei Bianca, und weil er auf Grund seiner Dreadlocks zusätzlich Schwierigkeiten hat. Ein Angebot für eine Abendschule ist bereits aufgetan. Charlie will unbedingt seine Schullaufbahn fortsetzen, aber an einer Schule wo er nicht diskriminiert wird und wo es nicht so viel Gewalt, wie an der alten, gibt. So lange übt er mit Leni, seine Defizite im Englischen Lesen und Schreiben aufzuarbeiten und wird von handwerklich weitergebildet.

Da er von Natur aus großes Interesse an Handwerk hat, lernt er im Upcycling Workshop, mit dem neuen Mentor Mike, Tischlerarbeiten, Schweißen und das Aufwerten und Bauen von Möbeln. Dies soll ihm einen Weg zum Eigenerhalt für die Zukunft zeigen. Schon aktiv am Perlenprojekt beteiligt, wird Charlie im nächsten Jahr seine neuen Arbeiten anbieten.

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